Änderungen der Versicherungen 2020 unter der Kostenlupe

Unbenannt

Im Jahr 2020 steigen die Abgaben, Steuern und Versicherungsbeiträge – wie jedes Jahr wirken sich die Änderungen der Versicherungen 2020 negativ für Sie aus, denken Sie. Das dachte auch der Kosteninspektor, bis er sich für Sie umgeschaut und alles ganz genau unter die Kostenlupe genommen hat. Und siehe da: Nicht alles wird teurer, es lassen sich auch eine Menge Kosten sparen. Die Änderungen der Betriebsrente, gesetzlichen Rentenversicherung, Kranken- und KFZ-Versicherungen 2020 mit Beispiel zusammengefasst.

Fall 1: Die Betriebsrente

Wer eine Betriebsrente bezog, musste ab einer Freibetragsgrenze von 155,75 € monatlicher Betriebsrente Krankenkassenbeiträge (gesetzliche Krankenkasse) entrichten – und zwar für den gesamten Betrag! Ganz schön happig meint der Kosteninspektor und das meint auch der Gesetzgeber: Der Freibetrag wurde auf 159,25 € erhöht und nur für darüberhinaus gehende Beträge müssen Krankenkassenbeiträge entrichtet werden. Ein Beispiel: Wer eine monatliche Betriebsrente in Höhe von 169,25 € bezieht muss nur noch Krankenkassenbeiträge für die 10 € Differenz zum Freibetrag zahlen. Kleiner Wermutstropfen: Die neue Regelung gilt zwar ab dem 1. Januar 2020, die technische Umsetzung bei den Krankenkassen wird aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Die Entlastung greift also erst mit Verzögerung, dann aber natürlich rückwirkend.

Fall 2: Gesetzliche Rentenversicherung

In 2020 steigt die Gehaltsgrenze, bis zu der das Brutto-Einkommen für die gesetzliche Rentenversicherung berücksichtigt wird. 2020 klettert die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) auf 82. 800 € im Westen und 77.400 € im Osten. Für jeden weiteren Euro Mehrverdienst müssen dann keine Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden. Das bedeutet: Mehr Netto vom Brutto.

Die Erhöhung der BBG hat auch Auswirkungen auf die Betriebliche Altersvorsorge. Acht Prozent der BBG (=552 €) können jetzt steuerfrei in eine Direktversicherung oder einen Pensionsfonds eingezahlt werden. Ohne Abzug von Sozialabgaben bleiben vier Prozent (=276 €) der BBG. Wenn Sie mehr wissen wollen, fragen Sie den Kosteninspektor.

Fall 3: Krankenversicherungen

Gute Nachrichten für Privat-Krankenversicherte: Der maximale Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung steigt von monatlich 351,66 € auf 367,97 €.

Gesetzlich Krankenversicherte können ab 2021 schon nach 12 Monaten Mitgliedschaft ihre Krankenkasse wechseln, bis lang galt eine Bindefrist von 18 Monaten. Und der Wechsel in eine andere Kasse kann sich lohnen. Nicht nur weil die Kassen unterschiedliche Leistungen wie zuzahlungsfreie alternative Behandlungen anbieten, sondern auch weil die Zusatzbeiträge steigen. Wer hier rechtzeitig wechselt, reduziert seine Kosten.

Auch für Studenten ändern sich die Bedingungen. Der preisgünstige Studententarif war bislang nur bis zum 14. Fachsemester möglich. Diese Bestimmung entfällt, allerdings bleibt die Altersgrenze von 30 Jahren bestehen. Wer älter ist, muss also weiterhin höhere Beiträge entrichten.

Fall 4: Kfz-Versicherungen

Des Deutschen liebstes Kind, das Auto, ist in der Regel gut versichert. Und bei der Versicherungsprämie, lasst sich einiges an Kosten sparen. Zum Jahresbeginn haben die Kfz-Versicherer die Typklassen und Regionalklassen angepasst.

Fast 4,6 Millionen Autofahrer können sich über eine günstigere Typklasse ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung freuen. Allerdings müssen knapp 6,5 Millionen Autofahrer mit einer höheren Einstufung rechnen. Zum Beispiel die Fahrer eines hoch motorisierten BMW X6 haben die Erhöhungen besonders getroffen. Diese zahlen bis zu 49% mehr Versicherungsbeitrag 2020. Der Kosteninspektor rät daher: Schauen Sie genau hin, ob Sie auch betroffen sind: www.typklasse.de

In der Regionalklasse der Kfz-Haftpflicht werden in diesem Jahr rund 5,1 Millionen Autofahrer besser eingestuft. 4,2 Millionen Fahrer werden herabgestuft. Auch hier lohnt sich ein Blick: https://www.dieversicherer.de/versicherer/entdecken/regionalklassen-abfrage